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Montag, 13 Februar 2012 12:22

3-teiliges Elterntraining

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3-teiliges Elterntraining

 

Das Elterntraining findet an drei Abenden zu je 2 Stunden statt und widmet sich folgenden Themen:
 

  • Abend : Theoretische Grundlagen
  • Geschichte der Erziehung: Was hat sich in den letzten 100 Jahren verändert?
  • Neue Autorität: Stärke statt Macht: Wie werde ich als Elternteil wieder handlungsfähig?
  • Deeskalation: Wie gehe ich in Konflikten mit meinen Kindern um?
  • Abend: Praxis
  • Abschalten, Auftanken und erholen: Wie stärke ich mich als Elternteil?
  • Goldene Kommunikationsregeln: Worauf muß ich in Gesprächen mit meinem Kind achten?
  • Belohnen, Konsequenz und Wiedergutmachung: Was ist sinnvoll, was nicht?
  • Abend: Reflexion
  • Was hat bisher gut funktioniert?
  • Konnte ich meine Erziehungskompetenzen stärken? 
  • Welche Fragen sind noch offen?


Zielgruppe: Eltern, Großeltern, Psychologen, Pädagogen und Psychologen, und alle an dem Thema interessierte Personen
Referent: Mag. Wolfgang Binder
Mag. Wolfgang Binder ist Klinischer- und Gesundheitspsychologe und leitet das Institut für Kind, Jugend und Familie. Er arbeitet seit 12 Jahren im Kinder- und Jugendbereich und absolvierte das “Family intervention Program” in Israel.


Termine im IKJF Graz: - Dienstag 20.03.2012 17-19 Uhr
- Dienstag 10.04.2012 17-19 Uhr
- Dienstag 22.05.2012 17-19 Uhr

Termine im IKJF Voitsberg: - Montag 27.2.2012 18-20 Uhr
- Montag 12.3.2012 18-20 Uhr
- Montag 23.04.2012 18-20 Uhr


Kosten: 100€ pro Person (150€ pro Ehepaar) für drei Abende, Abende einzeln 35€/pro Person (55€/pro Ehepaar)

Anmeldung: unter 0316/774344 oder 03142/98255; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Mindestteilnehmer: 8 Personen
 

Dienstag, 10 Januar 2012 12:13

Psycho Sozio Gschnas 2012

geschrieben von
gschnas
Samstag, 17 Dezember 2011 13:47

Tagesstruktur am IKJF

geschrieben von

Interviews mit Jugendlichen der Tagesstruktur am IKJF


Im Folgenden finden Sie Interviews mit zwei Jugendlichen, die im Projekt „Tagesstruktur" am Institut für Kind, Jugend und Familie mitarbeiten. In diesem Projekt werden Jugendliche im Rahmen eines geordneten Tagesablaufs betreut. Es werden ihre persönlichen Stärken herausgearbeitet und gefördert und der Umgang mit vorhandenen Schwächen trainiert. Durch die Tätigkeit wird ihre Selbständigkeit gefördert und ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Ziel dieses Projektes ist es einerseits den Jugendlichen eine Tagesstruktur zu bieten und sie andererseits auf ihrem Weg ins Berufsleben (z.B. Lehrstellensuche) durch Arbeits- und Bewerbungstrainings zu begleiten.


Claudiu: 14 Jahre

Wie sieht dein Tagesablauf in der Tagesstruktur aus?

Ich arbeite von Montag bis Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr in der Tagesstruktur am IKJF. Normalerweise bin ich vormittags in der Schule, danach gehe ich gleich ans IKJF. Zu meinen täglichen Aufgaben gehört die Betreuung des Cafébereiches. Hier richte ich Kaffee her, stelle Tassen auf, stelle Wasser in einem Krug bereit, richte Säfte her und schenke diese aus. Ich war auch schon einmal mit meinen Betreuern und anderen Mitarbeitern der Tagesstruktur im IKJF in Bruck. Dort konnten wir diverse handwerkliche Tätigkeiten ausprobieren und haben Sessel und Kästen aufgebaut. Wenn ein Kollege oder eine Kollegin wo hinfährt, helfe ich ihnen dabei die Sachen, die sie brauchen, herzurichten und einzuladen. Außerdem bin ich im Allgemeinen eine Unterstützung am IKJF, wenn etwas Anderes als der Kaffeeverkauf anfällt, bin ich auch gerne bereit zu helfen. Unsere Vereinbarung ist, dass ich so lange am IKJF mitarbeiten kann, solange ich in die Schule gehe und keine kriminellen Handlungen mache. Wenn das gelingt kann ich weiterhin kommen.

Was gefällt dir an dieser Arbeit besonders gut?

Mir gefällt die Arbeit im Café besonders gut, es liegt mir und macht einfach Spaß.

Ich mag es auch andere etwas zu ärgern. Ich sage manchmal zu meinem Betreuer Dinge wie: „Du hast hier Ketchup auf deinem T-Shirt!" ... Wenn er dann nachschaut, lachen wir zusammen.

Was hast du vorher gemacht?

Seit vier Wochen arbeite ich nun in der Tagesstruktur. Ich gehe noch in die Schule. Die Mitarbeit in der Tagesstruktur ist meine erste Arbeit. Früher habe ich manchmal bei meinem Vater geholfen, war auf Baustellen mit.

Was hat sich für dich verändert seitdem du in der Tagesstruktur bist?

Seit ich täglich hierher komme, hatte ich keine Anzeige und keine Probleme mit der Polizei. Die Arbeit hier hält mich von anderem Blödsinn ab, den ich früher oft gemacht habe.

Würdest du anderen Jugendlichen eine Mitarbeit in der TS empfehlen? Wenn ja, warum?

Ich habe schon einem Freund empfohlen, dass er auch herkommen und mitarbeiten soll. Er macht auch nur Blödsinn, jeden Tag hat er Probleme mit der Polizei.

In welchen Bereichen konntest du dich im Rahmen deiner Tätigkeit in der TS positiv entwickeln?

Wie schon gesagt habe ich keine Probleme mehr mit der Polizei, kein Gericht. Ich bin sicher verantwortungsbewusster, schaue regelmäßig auf die Uhr, damit ich nicht zu spät ins IKJF komme. Außerdem bin ich selbstständiger, ich gehe überall alleine hin. Vorher brauchte ich dafür immer meine Mutter.


Reinhard: 17 Jahre

Wie sieht dein Tagesablauf in der Tagesstruktur aus?

Ich habe in meiner Arbeit immer einen unterschiedlichen Ablauf. Ich komme montags bis freitags normalerweise um 9 Uhr. Zunächst erledige ich die Tagesaufgaben. Das heißt, wir kontrollieren die Schatzkisten, füllen Papier im Drucker/Kopierer nach, tragen den Müll weg, kontrollieren die Spielsachen im Spielzimmer und in den Turnsälen.

Dienstags haben wir es uns zur Aufgabe gemacht für uns selbst und die KollegInnen in der Küche am Institut zu kochen. Dazu gehen wir am Vormittag zunächst gemeinsam einkaufen. Dann wird gekocht. Es gibt immer eine Vor-, Haupt- und Nachspeise. Wir versuchen eine Abwechslung zu schaffen, so gibt es manchmal Fleisch, manchmal Fisch und auch vegetarische Gerichte oder leckere Gerichte aus dem Ausland. Wir decken auch die Tische im Cafébereich, servieren das Essen und kassieren im Anschluss. Wenn alle fertig gegessen haben wird alles weggeräumt und abgewaschen. Bis wir mit allem fertig sind, kann es schon einmal 14:30 Uhr sein.

Außerdem waren wir in letzter Zeit auch manchmal in St. Peter, wo gerade die neuen Räumlichkeiten des IKJF im Sozialraum 2 entstehen. Ich konnte dabei verschiedene handwerkliche Tätigkeiten ausprobieren und wir haben alte Möbel abgebaut und entsorgt.

Am Institut in der Lagergasse konnten wir auch kleine Renovierungsarbeiten erledigen, wie z.B. Wände ausmalen, oder andere kleine handwerkliche Tätigkeiten, wie Glühbirnen auswechseln oder Lampen aufhängen. Wir haben außerdem auch die Wohnung eines Jugendlichen, der in der Tagesstruktur mitarbeitet, ausgemalt.

Wir helfen auch wenn Veranstaltungen bei uns im Haus stattfinden. Dabei können wir helfen die Bühne aufzubauen, die Sessel herzurichten, Tische herzuräumen und zu decken sowie den Cafébereich zu betreuen. Wir bringen täglich die Post weg und kaufen Jause für uns und die KollegInnen ein.

Meine KollegInnen und ich fahren auch manchmal mit unseren Betreuern zum Metro, wo wir alles Mögliche einkaufen. Ich würde sagen, dass wir MitarbeiterInnen von der Tagesstruktur immer zur Stelle sind.

Was gefällt dir an dieser Arbeit besonders gut?

Die Abwechslung macht die Arbeit hier am IKJF für mich aus. Sonst ist mir schnell langweilig. Besonders gut haben mir auch die Arbeiten in St. Peter gefallen. Es hat mich stolz gemacht danach zu sehen, wie viel wir geschafft haben.

Was hast du vorher gemacht?

Ich bin seit Anfang Juni 2011 in der Tagesstruktur dabei. Vorher war ich in der Realschule Webling. Mein Ziel ist es, eine Lehrstelle zu finden. Ich war auch schon einmal schnuppern, die Firma hat mich aber im letzten Moment doch nicht genommen. Jetzt suche ich weiter.

Was hat sich für dich verändert seitdem du in der Tagesstruktur bist?

Einerseits habe ich weniger Freizeit. Die Arbeit hier am Institut ist jedoch mit Sicherheit gut für meine Zukunft, denn dadurch konnte ich bereits in ganz viele verschiedene Berufssparten schnuppern.

Würdest du anderen Jugendlichen eine Mitarbeit in der TS empfehlen? Wenn ja, warum?

Ja, ich kann die Mitarbeit in der Tagesstruktur absolut empfehlen. Es ist besser als zuhause zu sitzen und nichts zu tun und man lernt hier wirklich sehr viel. Ich glaube, dass die Tätigkeit in der Tagesstruktur auch ein Sprungbrett in die Arbeitswelt sein kann.

In welchen Bereichen konntest du dich im Rahmen deiner Tätigkeit in der TS positiv entwickeln?

Ich habe viele Bewerbungen weggeschickt und war auch einmal schnuppern. Ich hatte auch bereits einen Eignungstest für eine Stelle als Bürokaufmann. Ich bin definitiv viel verantwortungsbewusster und selbstbewusster geworden. In letzter Zeit schlichte ich auch immer wieder aufkommende Konflikte in der Tagesstruktur, es gelingt mir zu vermitteln, bevor Streit aufkommt. Ich bin mir sicher, dass ich bald die richtige Lehrstelle für mich finden werde.

Donnerstag, 01 Dezember 2011 14:04

Eltern klagen: Bekommen Kinder nicht in Griff

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HILFE. Erschöpft, ohnmächtig, depressiv! Hochbetrieb bei Psychologen,
weil Grazer Eltern vermehrt mit der Kindererziehung überfordert sind.
Experten-Rat: "Ab in die Elternschule! Lernt, konsequent zu sein."

 

"Viele können nicht mehr schlafen, sind ausgebrannt und völlig hilflos", diagnostiziert die Psychologin Maria Brunner-Hantsch bei Grazer Eltern. Dutzende Male pro Monat heillose Überforderung in der Kindererziehung. Und betont: "Das Ergebnis einer zu freien, regellosen Erziehung, die zur Folge hat, dass die Kinder ihren Eltern irgendwann über den Kopf wachsen" Seit Jahren tourt die Expertin mit der "Elternschule" durch das Land, um diese Entwicklung zu bremsen und Eltern in Sachen Erziehung zu "unterrichten", ihnen Mut zu Strenge und Konsequenz zu machen. Brunner-Hantsch:
"Dabei orte ich einen eklataten Erziehungsnotstand: Den Kindern werden keine Grenzen mehr gesetzt, sie müssen keine Regeln einhalten, sie haben keine Konsequenzen bei Regelverletzungen zu befürchten. Die Eltern sind viel zu überbesorgt." (siehe Buch-Vorwort links). All das führe spätestens in der Pubertät dazu, dass die Kinder die Oberhand über ihre Eltern bekommen. Konkreter gesagt, über ihre Mütter, denn mehrheitlich sind alleinerziehende Frauen betroffen.

Freiheit überfordert, die Mütter verzweifeln und brauchen Hilfe, aber die Laissez-fair-Erziehung, warnt die
Psychologin, hat auch für die weitere Entwicklung der jungen Menschen gravierende Folgen: "Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass es bei antiautoritärer Erziehung zu den gleichen hirnorganischen Veränderungen kommt wie bei einer sehr strengen Erziehung mit traumatischen Erlebnissen. Das heißt, die Kinder neigen zu Überimpulsivität und Aggression, haben eine geringe Frustrationsgrenze. Auch die vermehrten Verhaltensauffälligkeiten lassen sich dadurch erklären." In Grazer Schulen gilt laut Schulärztlichem Dienst bereits jedes zehnte Kind als verhaltensauffällig.

Weil Eltern immer wieder um ein Regelwerk bitten, haben Dr. Maria Brunner-Hantsch und ihr Kollege Dr. Philip Streit nun einen Handlungsratgeber auf den Markt gebracht: Das 5x5 der Elternschule!


Donnerstag, 03 November 2011 12:42

Zwischen Trotzphase und Schulangst

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Erziehung ist kein Kinderspiel: Ein neuer Ratgeber gibt Eltern Tipps. Vom richtigen Maß an Fürsorge bis zum Medienkonsum.

 

"Mein Kind tanzt mir auf dem Kopf herum!" Eine Aussage, mit der die Psychiaterin Maria Brunner-Hantsch oft konfrontiert ist. "Kinder zu erziehen wird tatsächlich immer schwieriger", sagt sie. Viele Eltern leisten beispielsweise Überstunden im Job, Kinder kommen früh in Kontakt mit einer schnellen multimedialen Welt. Die Analyse der Psychiaterin: "Es sind zwei Extreme. Viele Kinder sind sich selbst überlassen, andere werden von ängstlichen Eltern überbehütet." Deshalb hat sie mit Philip Streit, dem Vorstand des Institutes für Kind, Jugend und Familie, nun einen Ratgeber für Eltern herausgegeben. Einige Tipps im Überblick.

Wie trotzig dürfen Kleinkinder sein? In der "Trotzphase" lernen sie, sich von der Umwelt abzugrenzen. Lassen Sie Ihr Kind im sicheren Rahmen das "Neinsagen" üben. Überfordern Sie Ihr Kind aber nicht mit vielen Entscheidungen.

Was dürfen Kindergartenkinder entscheiden? Sie dürfen zwischen Alternativen wählen: "Willst du einen Apfel oder eine Banane?" In wichtigen Dingen entscheiden die Eltern. Dabei brauchen Kinder keine unendlichen Erklärungen. Sagen Sie ruhig: "So ist es!" Von Ihnen lernt Ihr Kind, wie man Entscheidungen trifft.

Wie behütet müssen Kinder sein? Sehr. Trotzdem brauchen sie Raum für eigene Erfahrungen. Wie Sand zwischen den Zähnen schmeckt, kann etwa ein wichtiges Erlebnis sein. Werden Kinder überbehütet, können sie das Vertrauen in ihre Fähigkeiten verlieren. Müssen Kinder ständig unterhalten werden? Nein. Denn nur wenn Ihrem Kind langweilig ist, kann es kreativ werden. Wenn es etwa vom Fernseher eingelullt wird, hat es keine Lust zu zeichnen.

Angst vor der Schule? Üben Sie gemeinsam, damit Ihr Kind sieht, dass Übung dazugehört. Fördern Sie seine Stärken, damit es Erfolgserlebnisse hat. Was die Schwächen betrifft: Trauen Sie ihm klar zu, dass es eine schwierige Aufgabe trotzdem schafft.

Wie viel Medienkonsum darf sein? Kinder vor der Pubertät sollten maximal eine Stunde pro Tag vor Fernseher oder PC sitzen. Wichtig: Eltern müssen genau wissen, was ihre Kinder anschauen.

 

ELISABETH PÖTLER Kleine Zeitung, 26.11.2011

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